Der globale Ansiedlungswettbewerb erfordert von den Regionen innovative räumliche Nutzungskonzepte und spezifische Standortprofile. In der Auswahl und der Qualität spezifischer Standortfunktionen liegt die Chance einer Region, sich ein einzigartiges, wettbewerbsfähiges Standortprofil zu geben. Demzufolge ist ein innovatives Konzept der Standortvermarktung dringend notwendig.
Standorte sind heute nicht mehr lediglich der äußere Rahmen für wirtschaftliche Aktivitäten. Vielmehr muss sich jede Gemeinde zu einem Güter- und Dienstleistungsanbieter entwickeln, zu einem vorausschauenden Marktteilnehmer und Verkäufer seiner Produkte. Denn Standorte sind in der Tat Produkte, deren Identität und Wert aufgebaut und vermarktet werden müssen. Ein Standort, der es versäumt, sich erfolgreich zu positionieren, riskiert wirtschaftliche Stagnation und Niedergang.
Standortmarketing ist ein Instrument, das helfen soll, den Prozess der wirtschaftlichen Entwicklung des Standortes zu beschleunigen, und dabei die Vorteile und Alleinstellungsmerkmale des Standorts herauszustellen sowie die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Zu beachten ist, dass Marketing für Standorte Besonderheiten aufweist, die sich insbesondere daraus ergeben, dass der Standort gleichermaßen Unternehmung (= Träger des Standortmarketing) und Produkt (= Objekt des Standortmarketing) ist. Maßnahmen des Standortmarketing zählen zu den wichtigsten Aktivitäten der Wirtschaftsförderung, die in vielen Fällen als der dominierende Motor für das Wohlergehen einer Region wirken.
Die Ausgangsbasis der Entwicklung einer standortbezogenen Marketingstrategie ist eine systematisch durchgeführte Standortprofilanalyse. Sie soll aufzeigen, worin Vor- und Nachteile des Standortes für ansässige und neu anzusiedelnde Unternehmen liegen. Aus dieser Untersuchung werden wesentliche Faktoren herausgearbeitet, die nicht nur Aussagen über die Wirtschaft, sondern auch über die Demographie und das Image des Standortes geben. Die Standortprofilanalyse umfasst eine externe (Konkurrenz-, Markt- und Umfeld-Analyse) und eine interne Analyse (Standortpotenzial-Analyse) .




